L-Arginin

Die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen ist für einen erfolgreichen Muskelaufbau unerlässlich. Es ist egal, ob es sich dabei um die Versorgung mit den Makronährstoffen: Kohlenhydrate, Protein und Fett handelt, oder um Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Sie alle tragen einen gewichtigen Anteil an Deinem späteren Erfolg im Studio. In dieser Produktkategorie findest du Produkte deren Hauptbestandteil die Aminosäure L-Arginin ist. Wir werden Dir erklären was L-Arginin ist, wozu Dein Körper es benötig und was für Produktvarianten dieser Aminosäure es gibt.

L-Arginin in der Analyse

Die Aminosäure L-Arginin ist proteinogen, das bedeutet, dass der Körper sie verwenden kann um neues Protein, zum Beispiel für Muskelgewebe zu bilden. Für Deinen Körper ist diese Aminosäure semi-essentiell. Das bedeutet, dass er sie, außer in speziellen Situation, selbst herstellen kann. Es besteht also eigentlich kein Bedarf, sie von außen zuzuführen. Im Gegensatz zu den anderen, als Nahrungsergänzung beliebten Aminosäuren, kommt L-Arginin in pflanzlichen Proteinquellen in meist deutlich größerer Menge vor. Walnüsse enthalten etwa 2,5mal mehr davon, wie das Fleisch vom Schwein, Kürbiskerne enthalten deutlich mehr Arginin wie Protein aus Hühnervollei. Lebensmittel sind zum decken des täglichen Bedarfs also die erste Wahl.

Produkte der Kategorie L-Arginin

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Arginin hat in seiner Gesamtmasse den höchsten Stickstoffanteil aller proteinogenen Aminosäuren.

Öfter Essentiell als man denkt

Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Körper seinen Bedarf an der Aminosäure Arginin nicht durch die Menge abdecken kann, die er selbst synthetisiert. Dies trifft am häufigsten auf heranwachsende Menschen zu, also Kinder und Jugendliche, die noch nicht ausgewachsen sind. Aber auch bei Erwachsenen Männern und Frauen kann es dazu kommen, dass die produzierte Menge an L-Arginin nicht mehr ausreicht. Hierzu zählen zum größten Teil Erkrankungen wie bestimmte Gefäßerkrankungen, erektile Dysfunktion, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung.

Auch wenn keine dieser Krankheiten vorliegt und die sonstige Versorgung gut ist, kann es bei gesunden menschlichen Körpern zu einer Unterversorgung mit Arginin kommen. Neben einem altersbedingten täglichen Mehrbedarf, der nicht mehr über die Ernährung abzudecken ist, ergibt sich auch aus großem Stress ein höherer Bedarf an L-Arginin. Ob es sich um psychischen Stress in der Arbeit oder körperlichen Herausforderungen im Training handelt, spielt dabei keine Rolle. Hier kann eine zusätzliche Einnahme mildernd wirken und einem Mangel vorbeugen.

Sehr wohl eine Rolle spielen dabei auch die Umwelteinflüsse und die Versorgung mit Vitaminen wie Vitamin B12. Beim nitrosativen Stress steigt neben dem Bedarf an L-Arginin auch der Bedarf an Vitamin B12. Hier ist gut zu sehen, dass man sich immer auf eine ganzheitliche Optimierung besinnen und sich nicht zu sehr auf einen einzelnen Faktor konzentrieren sollte.

Keine Wirkung auf die Gesundheit?!?

Auch wenn es viele Studien gibt, die L-Arginin zum Thema haben und die Zahl an überprüften möglichen Wirkungen groß ist, gibt es nur eine von der EFSA (European food safety authority) als wissenschaftlich abgesichert, erlaubte Aussage: L-Arginin trägt zum Erhalt der normalen Eliminationsrate von Amoniak bei.

Alle anderen Aussagen die von Firmen oder Personen zu L-Arginin getroffen werden und sich auf eine Vorteilhafte physiologische Wirkung beziehen sind von der EFSA nicht genehmigt. Das bedeutet, dass, wenn Du Deine Versorgung mit L-Arginin durch ausreichend Protein abgedeckt hast, es keinen zusätzlichen Nutzen gibt. Keine körperliche Vorteile für den Muskelaufbau oder Deine Gesundheit, die man als wissenschaftlich erwiesen bewerben darf.

Es gibt zwar Studien in denen ein Zuwachs an Muskelmasse verzeichnet wurde, allerdings war das nicht der Hauptzweck der Studie. Dadurch wurden Faktoren wie das Training oder die Ernährung zu wenig kontrolliert und das Ergebnis könnte Zufall gewesen sein, in anderen Studien gab es keinen Zuwachs.

Aber was ist mit dem Pump?

Häufig wird der Pump als Hauptargument für die Verwendung der Aminosäure L-Arginin als Muskelaufbauprodukt benutzt. Hierbei geht es um die Funktion bei der Freisetzung von NO, Stickstoffmonoxid. Es arbeitet als Neurotransmitter, also als Botenstoff und wird in den Innenwänden (Endothelzellen) der Gefäße freigesetzt. Der Gefäßtonus ändert sich, die Gefäße werden erweitert und die Menge an Blut und der Blutdruck verändern sich. Diese Veränderung der Durchblutung wird dann von Kraftsportlern und Bodybuildern als „verbesserter Pump“ bezeichnet. Sie ist für die meisten Sportler eine schöne Sache und verbindet mit der veränderten Optik, einer eventuelle erhöhten Vaskularität einen größeren Spaß beim Training und mehr Trainingserfolg. Während das empfinden, der Freude beim Training eine individuelle Empfindung ist, die einem keiner miesmachen kann, sieht es beim Trainingserfolg schon anders aus.

Mehr Pump = Mehr Muskeln!?

Wenn es in einer Diskussion um die Wirkung von l-Arginin als Muskelaufbauhilfe geht, wird meist folgende Argumentation genutzt: Zusätzliches Arginin = Mehr Stickstoff = gute Durchblutung = Mehr Nährstoffe = schneller Muskelaufbau

Auch wenn diese Argumentation logisch klingt und durchaus nachvollziehbar ist, so entbehrt sie ganz am Ende jeglicher Faktenlage. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass bei ausreichender Proteinversorgung, zusätzliches Arginin und der damit einhergehende Pump das Muskelwachstum fördert. Die Nährstoffversorgung wird, wenn überhaupt, nur so gering verbessert, dass keine messbare Auswirkung dieses Effektes gibt. Es gibt also auch keinen Grund, Dir Arginin nur aufgrund dieser Grundlage zu kaufen. Mit dem Alter kann allerdings ein erhöhter Bedarf entstehen. Wer nicht sicher ist, ob er durch seine Ernährung genügend L-Arginin zuführt, kann durch die Einnahme einer Nahrungsergänzung an dieser Stelle vorsorgen.

Der Spaß macht's!

Trotzdem kann eine Nahrungsergänzung mit L-Arginin für Dich persönlich eine Bereicherung des Trainingsalltages sein. Die meisten Trainierenden empfinden die Veränderung der Durchbluteten Muskulatur als etwas positives, es gibt sogar Sportler, die nur um diesen Effekt zu haben einen „Pumpsatz“ am Ende ihres Trainings durchführen. Training soll effektiv und zweckoptimiert sein, aber der Spaß gehört bei einem Hobby natürlich auch dazu und vielleicht bist Du jemand, dem L-Arginin den Spaß am Training vergrößern kann. Daher gehört L-Arginin für uns von Mics Body Shop in die Kategorie der Spaßprodukte und unser hauseigenes TNT Naked L-Arginin gehört nicht ohne Grund zur Workout Line. Rein physiologisch hat die Erhöhung von Stickstoffmonoxid in Deinen Gefäßen keinen positiven Einfluss auf Deine Leistungsfähigkeit. Bei den üblichen Mengen gibt es für gesunde Menschen allerdings auch keine Nebenwirkungen. Wer sich wegen Bluthochdruck oder sonstigen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems in Behandlung befindet, sollte Rücksprache mit seinem Arzt halten.

Herstellung

Die Herstellung von L-Arginin kann auf verschiedene Weisen geschehen. Die erste ist die geläufigste, der entstehende Rohstoff ist der günstigere.

Tierische Quelle:
Hier wird das L-Arginin aus Protein-Hydrolisaten extrahiert. Die Quellen sind Gelatine, Haare oder Federn verschiedener Tiere. Durch Kristallisation und Ionenaustauschchromatographie wird das L-Arginin dann isoliert.

Pflanzliche Quelle:
Der zweite Prozess ist die Fermentation. Hier wird das L-Arginin mit Hilfe von Enzymen und Bakterien in einem biochemischen Prozess aus kohlenhydrathaltigen, pflanzlichen Grundstoffen gewonnen. Der Vorteil hier liegt im pflanzlichen Grundstoff der eine Verwendung auch für Vegetarier und veganer unproblematisch gestaltet.

Kapseln, Pulver und Liquid

Neben den üblichen Darreichungsformen wie Kapseln und Pulver gibt es auch Hersteller die L-Arginin in großen oder kleinen Portionen als Liquid anbieten. Während das Pulver die wohl günstigste Form darstellt, hat sie den Nachteil eines häufig sehr wenig angenehmen Geschmacks. Arginin liegt meist in der L-Arginin HCL Form vor. Das bedeutet, dass Arginin ist an ein Salzteilchen gebunden, das Geschmackserlebnis ist meistens ernüchternd. Trotzdem ist das Pulver sehr beliebt, weil man es schnell in seinen Pre-Workout Drink mischen kann. Die meisten Nutzer scheinen sich also damit arrangiert zu haben.

Die Kapsel hat den Vorteil, dass man sie nicht mit Flüssigkeit mischen muss. Sie ist besonders bequem zu transportieren und hat keinen Eigengeschmack. Man kann sie überall hin mitnehmen. Das ist für viele Sportler ein Argument trotz des höheren Preises auf L-Arginin Kapseln zu setzen. Auch die Dosierung ist mit Kapseln extrem einfach und benötigt kein weiteres Werkzeug wie eine Waage oder einen Messlöffel. Beide Varianten wirken auf den Körper gleich, rein von der Funktion ist keine der beiden Varianten besonders Vorteilhaft.

Die wohl am wenigsten gebräuchliche Form von Arginin ist Liquid, also flüssige Form. Hierbei handelt es sich häufig um ein Gemisch von Wasser, Aromen und Zucker, beziehungsweise Süßstoffen. Das sorgt für einen angenehmen Geschmack und macht Arginin auch für Menschen genießbar die keine Kapseln schlucken können oder möchten und keine Möglichkeit haben, das Arginin in Pulverform unterzumischen.

Einnahme:

Als Dosierung haben sich unter Kraftsportlern 3-5g ungefähr eine halbe Stunde vor dem Training bewährt.

Quellen: https://www.arginium.de/wp-content/uploads/2015/12/Aminos%C3%A4uren-Entdeckungsgeschichte.pdf
https://academic.oup.com/cardiovascres/article-lookup/doi/10.1093/cvr/cvs205
Stellungnahme der EFSA zu L-Arginin:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2011.2051/epdf


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