Eiweißpulver

In dieser Kategorie Eiweißpulver findest alle Produkte in Pulverform, die einen hohen Proteinanteil haben, oder deren einzige Hauptzutat eine Proteinquelle ist. Die Proteinquellen der Eiweißpulver selbst unterscheiden sich dabei. Auch Gemische aus mehreren Proteinquellen sind möglich. Die Grundlage der Eiweißpulver sind sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprunges und entsprechend in der Zutatenliste deklariert.

Wer braucht Eiweißpulver?

Sportler oder Menschen, die unter starker körperlicher Belastung stehen, und deshalb einen hohen Energiebedarf und erhöhten Eiweißbedarf haben, können auf solche Produkte zurück greifen. Diese Produkte vereinfachen, je nach Lebensumständen die Versorgung und können eine Zeit- alsauch Kostenersparnis bieten. Bei erhöhtem Proteinbedarf durch Sport oder harte körperliche Belastung fällt es einigen Personen schwer, den Bedarf nur über Lebensmittel abzudecken, sie leiden unter dem eintönigen Geschmack, oder sind zu schnell gesättigt. Hier sind Eiweißpulver eine unkomplizierte und preislich günstige Alternative.

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Molke als schnelles Protein

Wenn von Eiweißpulvern zum Muskelaufbau gesprochen wird, dreht die Unterhaltung sich heutzutage meistens um Whey Proteine. Whey kommt aus dem englischen und steht für Molke. Bei Whey Proteinpulvern handelt es sich also um Molkenproteinpulver. Da bei der Käseherstellung aus der Milch der Kuh am Ende Molke übrig bleibt, wurde es lange als "Abfallprodukt" bezeichnet.

Dieser Ruf ist unbegründet, da es vom Nebenprodukt Molke zum Molkenprotein noch ein weiter Weg ist. Hier bedarf es neben der typischen Aromatisierung auch verschiedener Filtervorgänge, um aus der Molke mit 4-5% Proteingehalt das hochwertige Molkenprotein zu machen.

Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Die sogenannte Ultra Filtration, die zu einem Molken Protein Konzentrat führt (WPC) und die Mikro Filtration, bei der am Ende ein Molkenprotein Isolat steht (WPI). Es gibt außerdem das Ionen Austausch Verfahren, bei dem ebenfalls ein Molkenprotein Konzentrat entsteht. Das WPC steht für Whey Protein Concentrate und bringt in der Regel einen Proteingehalt von ca. 75% mit sich. Geschmacksneutrale Varianten können bis zu 78% Protein enthalten. Durch Süß- und Aromastoffe ist der Weg nach unten offen und so haben manche Hersteller nur 70% oder weniger in ihren Tüten. Das WPI, das steht für Whey Protein Isolate und kann je nach Filtration einen Proteingehalt zwischen 88-95% aufweisen. Da diese Schritte der Filtration die weiteres Fett und Kohlenhydrate (z.B. Laktose) entfernen sehr aufwendig sind, liegt der Preis eines Isolates, in der Herstellung, deutlich über dem eines Konzentrates. Sowohl das WPC als auch das WPI sind Fettarm, enthalten wenig Zucker (Low Carb) und sind meist gut löslich. Man sollte hier allerdings genau die Zutatenliste beachten. Häufig werden auch gemische als Whey Protein Isolat beworben.

Preislich noch weiter oben befindet sich eine weitere Verarbeitungsstufe, das sogenannte Hydrolisat (WPH). Hierbei werden bei einem der beiden Rohstoffe die Aminosäureketten mit Hilfe eines chemischen Prozesses aufgespalten. Dieser Vorgang nennt sich Hydrolyse. Der Körper kann die Aminosäuren dadurch schneller aufnehmen. In wie weit das einen Vorteil für den Muskelaufbau bietet, ist nicht belegt. Für Proteinpulver eignen sich alle hier aufgezählten Varianten, wobei die Molkenprotein die Allrounder ist, der mit guten Eigenschaften und einem guten Preis punkten kann. Ein Isolat oder sogar Hydrolisat sind viel zu teuer für den Mehrwert den sie meistens bieten. Wer unter eine Laktoseunverträglichkeit leidet, kann mit Hilfe von zugesetzter Laktase trotzdem auf ein Konzentrat als Quelle für sein Eiweißpulver setzen, und ist nicht zwangsweise auf ein Isolat angewiesen.

Milchprotein, der Klassiker

Eiweißpulver werden schon seit Jahrzehnten konsumiert. Die klassischen Shakes, wie sie schon in den 80ern in Bodybuildingstudios und in Fachzeitschriften angeboten wurden, waren fast immer auf Basis eines Milchproteins hergestellt. Es besteht zu 80% aus Casein und 20% Molke Protein. Hier bekommt man eine hochwertige Eiweißquelle, einen leckeren Geschmack und eine cremige Konsistenz. Der Shake hat eine sehr dickflüssige Konsistenz und enthält noch sehr viel Milchzucker. Dadurch ist es sehr sättigend und kann den Verdauungsvorgang negativ beeinflussen, wenn man Probleme hat Milchzucker (Laktose) aufzuspalten. Wer keine Probleme damit hat und für wen die Sättigung keine Rolle spielt, bekommt mit diesem Klassiker ein sehr wohlschmeckendes Eiweißpulver. Er ist sowohl beim Muskelaufbau wie auch in der Diät beim Abnehmende gleichermaßen beliebt und geeignet.

Casein Protein der Diätspezialist

Casein ist der schwer und langsam verdauliche Teil des Milchproteins und wird heute immer häufiger in Eiweißpulvern verwendet. Die Hersteller bezeichnen ihn oft als „Diät Eiweiß“ oder weisen deutlich darauf hin, dass es beim abnehmen hilft. Das ist zwar auf die eine oder anderen Weise nicht wirklich falsch, allerdings hat das Protein selbst in seiner Funktion für Deinen Körper keinen anderen Zweck als bei anderen Eiweißshakes. Zum Abnehmen kann man auch andere Eiweiße wie zum Beispiel dem Molkenprotein benutzen, allerdings sättigt es nicht so lange. Er soll Deine Muskeln versorgen und Dir möglichst viel Eiweiß liefern, das Du benötigst. Durch diese Kombination kann man damit Kalorien sparen und eine Mahlzeit ersetzen. Dadurch lassen sich Ziele besser erreichen und die Fettverbrennung lässt sich effektiv nutzen, um abzunehmen.

Die langkettigen Proteine sorgen für eine extrem dickflüssige Konsistenz und eine lange Verweildauer im Magen-Darmtrakt. Das sorgt für einen größeren Sättigungseffekt und kann so eine Diät unterstützen. Das Eiweiß selbst hilft, wie jede andere Proteinquelle, beim Muskelerhalt. Dieser Faktor wird häufig bei Diäten unterschätzt, Eiweißpulver können genau wie Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Protein helfen, aktives Muskelgewebe zu erhalten. Direkt nach dem Training bevorzugen die meisten als Post-Workout-Shake allerdings ein Whey Protein, da es die Verdauung weniger belastet. Der Geschmack der Proteinpulver mit Casein variiert, mit Wasser vermischt ist er manchmal leicht säuerlich.

Das Protein aus dem Hühnerei

Keine andere Quelle steht so für Eiweiß und Eiweißpulver wie das Hühnerei. Aufgrund des Namens Eiweißpulver denken viele Menschen, dass alle diese Pulver aus Eiern hergestellt werden. Sie sind überrascht, wenn sie erfahren, dass die meisten Eiweißpulver nur wenig oder gar kein Ei mehr enthalten. Eiprotein hat eine von Haus aus hohe biologische Wertigkeit, der Körper kann Eiprotein also sehr gut in körpereigenes Protein umbauen.

Das hat lange Zeit dazu geführt das Pulver mit einem hohen Anteil Eiprotein als das „Beste“ angesehen wurden. Dabei hatten sie deutliche Nachteile. Die Löslichkeit war häufig sehr schlecht und der Geschmack war je nach Produkt mittelmäßig bis teilweise ungenießbar. Heutzutage gibt es kaum noch reine Eiweißpulver die auf Hühnereiprotein basieren. Hühnereiklarpulver wird bei Mehrkomponenten Eiweißpulvern häufig in einem geringen Prozentsatz zugefügt. Der Anteil in den Eiweißshakes ist dabei meistens gerade so hoch, dass es auf der Verpackung beworben werden darf. In der Welt der Fitness und des Muskelaufbau spielen Hühhnerei Proteine nur noch eine Untergeordnete Rolle am Markt.

Pflanzliches Protein in Eiweißshakes

Wer sich vegetarisch oder sogar vegan errnähren möchte, für den bieten Eiweißshakes auf Basis von Soja eine gute Möglichkeit, alle essentiellen Aminosäuren abzudecken und einen Shake zu bekommen, der nicht auf einem tierischen Rohstoff basiert. Die Produktauswahl in diesem Segment steigt zwar ständig an, die Auswahl an Produkten, Geschmackäckern und Variationen ist aber längst nicht so groß wie bei Molkenprotein oder Milchprotein Shakes.

Man muss sich häufig auf wenige Grundgeschmäcker beschränken. Hier dominieren die Geschmäcker Vanille, Schoko und Erdbeere die Auswahl. Soja stellt den größten Anteil der pflanzlichen Eiweißpulver auf, wenn es mit Hanf, Erbsen und Reisprotein noch weitere Grundstoffe gibt, die zu Eiweißpulver verarbeitet werden. Der Geschmack wird häufig, gerade beim mischen mit Wasser als weniger lecker empfunden, wie bei den tierischen Proteinenoulvern, für Sport und Fitness sind allerdings beide sehr gut geeignet.

Vertrauen ist gut...

Kontrolle ist besser! So sollte Dein Maxime beim Kauf eines Eiweißpulvers sein. Für Dich als Kunde sollte immer nachvollziehbar sein, woher ein Produkt kommt, wer seine Eigenschaften kontrolliert und wo Du die Ergebnisse nachlesen kannst. Made in Germany ist da nur eine sehr schwammige Garantie für Qualität und sollte Dich nicht blenden. Es ist schön, wenn ein Hersteller sein Produkt hier produziert, über die Qualität sagt erst einmal gar nichts aus.

Qualität sollte von außen überprüft werden und die Ergebnisse der Analysen des Eiweißpulvers sollten Dir unkompliziert zur Verfügung gestellt werden. Die Sporthochschule Köln überprüft gegen Gebühr Eiweißpulver und andere Nahrungsergänzungen auf illegale Substanzen wie Amphetamine oder Anabole Steroide. Das Siegel der Kölner Liste bedeutet jedoch nur, dass sich in der geprüften Charge keine Substanzen befinden, die unter diese Kategorien fallen. Über den Proteingehalt des Pulvers oder dessen Grundsätzliche Qualität sagt das ganze erst einmal gar nicht aus.

Hier sollten vom Hersteller unabhängige Analysen vorgelegt werden, die sowohl die Inhalte (z.B. Proteingehalt) als auch den einwandfreien Mikrobiologischen Zustand des Produktes bestätigen.

Wir hoffen dieser Text hat Dir geholfen, das richtige Produkt für Dich zu finden. Denke immer daran, dass, egal welche Nahrungsergänzung Du benutzt, das regelmäßige und bewusste Essen ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Eiweiß aus Lebensmitteln kann mit dem richtigen Rezept ein echter Genuss werden. Egal ob Du in der Diät bist, oder Muskeln aufbauen willst, unwichtig ob Du eine Low Carb Diät machst oder ein Shake Deine Lust auf Schokolade lindern soll, setze Nahrungsergänzungen mit bedacht ein. Nicht weil sie schädlich sind, sondern weil Deine Ernährung ergänzen und nicht ersetzen sollen.

Viel Erfolg!


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